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InselKunst 2018:
Michalina Bigaj (Krakau) + Urban Hüter (Nürnberg)
Ein jährlich stattfindendes Projekt, zu welchem Krakauer und Nürnberger Künstler eingeladen werden. Die Werke werden innerhalb der Insel Schütt präsentiert.

Bereits in seiner zweiten Ausgabe findet 2018 die "Inselkunst" statt. Vom 8. Juni bis 31. Juli begegnen sich die polnische Künstlerin Michalina Bigaj aus Krakau und Urban Hüter aus Nürnberg in ihren Werken auf der der Insel Schütt. Michalina Bigaj widmet sich in ihren Installationen, Video-Kunstwerken und Fotografien dem Finden der Balance zwischen Natur und Kultur. Ihre Installation in Form einer Neonröhre wird sich mit der Interpretation des Begriffes „Horizont“ in Bezug auf die Wahrnehmung im Sinne eines Wahrnehmungsfeldes beschäftigen: Was versteckt sich hinter dem nächsten Gebäude? Wie viele Wahrnehmungsfelder müssen wir passieren, bis die Stadt endet? Wie viele, bis die nächste Stadt beginnt? Wie weit muss man sich entfernen, um dies zu überprüfen zu können? Ist es möglich, dass man sich überhaupt nicht bewegen muss? Urban Hüters Werke reichen von ironisch angehauchten Installationen zu postindustriellen Kreaturen. Seine Installation am Krakauer Haus thematisiert die Umgestaltung des Natürlichen, Schönen durch manipulative Eingriffe zum Missgestalteten, Schmerzhaften.

 

 

 
 
Vernissage: 8. Juni, 19 Uhr im Krakauer Haus, Ausstellungsdauer: 8.Juni – 30. September 2018
Ort: Insel Schütt - Kunst in öffentlichen Raum
   
       
       
 
       
       
 
       
       
 
  Foto: Kasia Prusik-Lutz

Urban Hüter (geb. 1982) stammt aus Frankfurt am Main und studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Er war Meisterschüler bei Prof. Ottmar Hörl. Hüter spielt mit alltäglichen Gegenständen, gibt ihnen einen neuen Charakter. Seine Werke reichen von ironisch angehauchten Installationen zu postindustriellen Kreaturen. Hüter lebt in Nürnberg und hat sein künstlerisches Zuhause auf AEG gefunden. Hüter wird ein Objekt an der Seitenwand des Krakauer Hauses anbringen, das an einen Blumenkelch erinnern wird, der mit einem dicken Kabel, das vertikal an der Wand montiert ist, verbunden sein wird. Es wird sich um ein Gebilde aus Kunststoffvögeln, sog. „Lockvögeln, wie sie üblicherweise für die Jagd verwendet werden, handeln. Den äußeren Kelch bilden viele Kopflose männliche Entenvögel, während sich in dessen Innerem kleine Entchen befinden, die zu einer Art Mischwesen zusammengewachsen sind, verschmolzen zu einem unbeweglichen Klumpen Materie. Das Blumengebilde erscheint freundlich, fröhlich – doch nur auf den ersten Blick: Urban Hüter orientiert sich in seiner Arbeit am „Morphen“, einem aus der Computer-Welt stammenden Begriff, der das Montieren mehrere Motive ineinander beschreibt. Hüters Morphing soll trotz aller vorgeblichen Fröhlichkeit schmerzhaft sein: Das Schöne, Liebliche scheint bei näherer Betrachtung missgestaltet. Er möchte an die Eingriffe des Menschen in natürliche Prozesse und an gesellschaftliche Entwicklungen wie Abhängigkeiten, Gleichschaltungen und Protektionissmus erinnern.
Michalina Bigaj (geb. 1991) studierte in Krakau und Berlin Kunst und widmet sich in ihren Installationen, Video-Kunstwerken und Fotografien dem Finden der Balance zwischen Natur und Kultur. Sie untersucht das fehlende Gleichgewicht zwischen der heutigen Zivilisation und der Umwelt. Da der Mensch sich die Umwelt zu eigen gemacht hat und sie nach seinen Wünschen und Maßstäben ausnutzt und formt, sucht Michalina Bigaj nach den Momenten, in denen der Mensch sich seiner untergeordneten Rolle im Hinblick auf die allumfassende Übermacht der Natur bewusst wird. Sie erzählt in ihren Arbeiten von der Sehnsucht nach der Rückkehr zu ihr.
Michalina Bigajs Arbeit erzählt von der Schönheit der Natur um uns herum. Sie thematisiert die immer größere Abstumpfung des Menschen in Bezug auf die ihn umgebende Natur – insbesondere in der Stadt. Ihre Plastikpflanzen, die eine Art grünen Vorhang darstellen werden, sollen ein Kommentar der selbstverständlichen Inbesitznahme der Stadtnatur durch den Menschen sein, denn der Mensch vertreibt die sie, wo es ihm passt, aus der Stadt, formt und biegt die Pflanzen- und Tierwelt gerade hier nach seinen Wünschen zurecht und entzieht ihr den Raum.
Kuratiert wird die Ausstellung von Kasia Prusik-Lutz
   
       

Eine Veranstaltung des Kulturzentrums im Krakauer Haus